Gesundheit bedeutet Einklang zwischen dem Menschen und seiner Umwelt und eine Harmonie das Qi, der Energie, welche den Menschen in den 14 Leitbahnen durchströmt. Der behandelnde Arzt versucht mit Hilfe der Behandlungstechniken, das Qi wieder in Einklang zu bringen. Somit wird nicht das Symptom, sondern die Ursache der Erkrankung behandelt.

Die Chinesische Medizin (TCM) ist eine über Jahrtausende alte Heilkunde. Sie basiert auf Elementen des Konfuzianismus, des Buddhismus und des Taoismus. Die philosophischen Grundlagen bilden das Prinzip von Yin und Yang, dem Gesetz der Fünf Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) sowie dem Konzept des Qi, der Lebensenergie, die den menschlichen Körper durchströmt.

Wandel und Veränderung werden in der TCM traditionell als Ausdruck der inneren Gesetzmäßigkeiten der Natur, des Tao, gewertet. Das Tao erzeugt zwischen den beiden konträren Kräften Yin und Yang ein Spannungsfeld, das die Lebensenergie Qi hervorbringt. Diese durchfließt den Körper auf bestimmten Leitbahnen, den so genannten Meridianen.

Die Westliche Medizin ist eine auf naturwissenschaflichen Erkenntnissen basierende Wissenschaft, welche über keine allgemein verbindliche Philosophie verfügt. Die Schulmedizin betrachtet den menschlichen Körper als physikalischen, biomechanischen Mechanismus. Eine Krankheit wird als Fehlfunktion eines bestimmten Teils dieses Körpers angesehen und mittels spezifischen Therapieformen beseitigt. Vielfach werden so nur Symptome behandelt und die eigentliche Krankheitsursache bleibt verborgen.

Die Chinesische Medizin hingegen ist eine Wissenschaft, welche die Lebensfunktionen sowie die lebendigen Abläufe und psychologischen Merkmale des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Philosophie der TCM besteht darin, die hinter den Symptomen verborgene Ursache einer Störung im Energiefluß Qi zu beseitigen und basiert somit auf einer ganzheitlichen Betrachtung der körperlichen Vorgänge.

"Gesundheit" bedeutet die Fähigkeit, die innere Harmonie aufrecht zu erhalten. Dieses Gleichgewicht findet in Yin und Yang seinen Ausdruck. Qi ist die Wurzel aller Energie: Harmonie und Gleichgewicht hängen vom gleichmässigen und ununterbrochenen Fluss des Qi ab. Qi fliesst entlang der Meridiane und verbindet alle inneren Organe miteinander. Im Gegensatz zur Westlichen Medizin, welche versucht Gesundheit von aussen zuzuführen, regt die TCM den Körper an, sich selbst gesund zu erhalten oder zu heilen.

Bei der Diagnose braucht der chinesische Arzt keine hochentwickelten Laborgeräte, denn er verlässt sich auf sein breites Wissen und seine Wahrnehmung bei der Betrachtung und im Gespräch mit dem Patienten. Die Diagnose ergibt sich unter Anwendung der folgenden Techniken:

Gespräch mit dem Patienten: In einem Gespräch geht der Arzt auf die Krankengeschichte und Beschwerden des Patienten ein. Dabei werden auch soziale oder psychische Themen angesprochen, welche auf die Gesundheit einen Einfluss haben. Der Arzt versucht sich ein ganzheitliches Bild des Patienten zu machen, was dem Charakter der TCM entspricht.

Betrachtung: Bei dieser Form der Diagnose untersucht der Arzt wesentliche Merkmale der Körpers wie zum Beispiel die Art der Bewegung, den Körpertypus, die Hautfarbe und die Zunge (Zungendiagnose).

Fühlen: Beim Fühlen kommt im wesentlichen die Pulsmethode zur Anwendung. Der Arzt misst mit dem Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger die Stärke des Pulses. Diese in der TCM wichtige Methode gibt dem Therapeuten Hinweise, in welchem Organ oder Teil des Körpers das Qi nicht richtig fliesst und wo es eine Disharmonie im Körper des Patienten gibt.

Hören/Riechen: Beim Hören beurteilt der Arzt den Zustand des Patienten durch die Bewertung des Klangs der Atmung und der Sprache.

In unserer Praxis werden die Patienten von chinesischen TCM Spezialisten ambulant behandelt. Die Spezialisten haben ein in China abgeschlossenes Hochschulstudium an einer anerkannten Universität und 10 Jahre Praxiserfahrung in Akupunktur, Tui-Na Massage und Kräutertherpapie. Für die Gespräche mit den Ärzten stehen Ihnen Übersetzerinnen zur Verfügung.
Beim ersten Besuch führen unsere chinesischen Ärzte mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und untersuchen Sie unter anderem mit Puls- und Zungendiagnose nach strengen Regeln der TCM. Danach stellt der chinesische Arzt einen auf Sie abgestimmten Therapieplan zusammen.

Behandlungsdauer
Eine Behandlung dauert in der Regel 5 bis 12 Sitzungen. Für eine optimale Wirkung der Therapie sollten 1 - 2 auf Sie abgestimmte Therapiesitzungen pro Woche durchgeführt werden. Am Ende der Behandlung besprechen Sie mit dem chinesischen Spezialisten den Behandlungserfolg und bestimmen, ob weitere Sitzungen angebracht sind.

Vorbereitung
Bitte nehmen Sie sich für die Behandlungen Zeit. Entspannen Sie sich vor und nach der Behandlung, damit die Therapie ihr optimales Potential entfalten kann.