In der Schulmedizin ist eine Nahrungsmittel- und Hausstauballergie (Kuhmilch und Milchprodukte) diagnostiziert worden, haben Sie dauerhafte Behandlungsmöglichkeiten?

Allergien können mit Methoden der TCM (Akupunktur, Kräutertherapie und Diätetik) mit Erfolg behandelt werden. Zunächst wird im Rahmen eines Erstgespräches anhand von Anamnese, Zunge, Puls und Ohr die Chinesische Diagnose gestellt. Darauf basierend wird mit dem Patienten das weitere Vorgehen und die Behandlungsstrategie festgelegt. Die Therapie kann zu jedem Zeitpunkt des Jahres also auch außerhalb der Zeiten in denen die Allergie besondere Beschwerden macht, begonnen werden, damit zu dem Zeitpunkt an dem die Beschwerden üblicherweise stärker geworden sind, schon eine Besserung eingetreten ist. Es wäre noch sinnvoller, die Therapie im folgenden Jahr als Prophylaxe vor der Allergiezeit zu wiederholen.

Gibt es Hilfe bei Gelenkerkrankungen (speziell Polyarthritis unklarer Genese)?

Gelenkerkrankungen werden in der chinesischen Medizin als Bi-Syndrome bezeichnet und können sowohl mit Akupunktur, mit Kräutertherapie als auch einer Kombinationstherapie (Kräutertherapie und Akupunktur) behandelt werden.  Langfristig ist es möglich, dass je nach zugrundeliegender Chinesischer Diagnose, eine Umstellung der Ernährung und eine regelmäßige Therapie der TCM zu einer Besserung der Symptome führen können.

 

Kann Tinnitus mit Methoden der Chinesischen Medizin behandelt werden ?

Der schulmedizinischen Diagnose Tinnitus können je nach Literatur fünf bis sieben verschiedene chinesische Diagnosen zugrunde liegen. Je nach chinesischer Diagnose kann eine Behandlung zu einer schnellen Besserung der Beschwerden führen oder eine länger währende Behandlungsdauer vonnöten sein, um einen Erfolg zu erzielen. Für die Erstellung einer Diagnose ist eine ausführliche Anamnese mit Zungen-, Puls- und Ohrdiagnostik notwendig. Im Anschluss kann entschieden werden, ob mit einer Kräutertherapie, Akupunkturbehandlung oder über sogenannte Mikroakupunktursysteme und einer Ernährungsumstellung der Tinnitus zu behandeln ist.

Widersprechen sich Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Homöopathie?

Nein. Traditionelle Chinesische Medizin und eine homöopathische Behandlung werden von einer Vielzahl von Therapeuten weltweit mit gutem Erfolg kombiniert. So auch im Einzelfall bei uns im Zentrum, wenn dies sinnvoll ist. Beide Methoden unterstützen die Selbstheilungskräfte.

Stören Piercings irgendwelche „Energieflüsse“ ?

Ob Piercings irgendwelche „Energieflüsse“ stören, können wir so nicht sagen. Fakt ist aber, dass Piercings am Ohr, Bauchnabel oder Brust Fernwirkungen haben können. Gerade im Bereich des Ohres haben wir Piercings oft als problematisch kennengelernt, da sie dort in Ohrakupunkturpunkten eine Dauerwirkung haben können und dann Beschwerden auslösen wie z.B. Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeitssyndrome. Generell ist zu empfehlen keine Piercings zu tragen oder, wenn welche vorhanden sind, diese zu entfernen. Insbesondere wenn sich Piercings wiederholt entzünden oder bei Auftreten von Beschwerden sollten diese sofort entfernt werden.

Was ist die Ursache für eine Gewichtszunahme aus Sicht der Chinesischen Medizin?

Einer Gewichtszunahme liegt häufig eine Milzschwäche zugrunde. Durch die Milzschwäche entsteht Feuchtigkeit und Schleim. Grundlegende Pfeiler der Behandlungen sind eine Ernährungsberatung nach den 5 Elementen, eventuell eine unterstützende Kräutertherapie und eine Akupunkturbehandlung. Nicht zuletzt ist ein starker Wille zur Gewichtsabnahme in der Therapie notwendig.

Können auch Allergien mit TCM behandelt werden?

Allergien (z.B. Pollen- und Nahrungsmittelallergien) sind mit Methoden der TCM (Akupunktur, Kräutertherapie und Ohrkörnchen) gut zu behandeln. Sie beruhen auf einer Abwehr- (Wei-) Qi-Schwäche. Dieses Qi kann durch Qi Gong-Übungen und einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten unterstützt werden.

Wie kann Bluthochdruck/Essentielle Hypertonie mit der TCM behandelt werden?

Der Bluthochdruck kann unterstützend mit Akupunktur und eventuell einer Kräutertherapie behandelt werden. Im Laufe der Behandlung kann ein Ausschleichen der schulmedizinischen Medikamente in Absprache mit den behandelnden Ärzten erwogen werden. Die TCM kann auch als ergänzende Therapie angewandt werden, um eine gute Einstellung des Blutdrucks zu ermöglichen.

Gibt es in der TCM Behandlungsmöglichkeiten bei Wechseljahrsbeschwerden bzw. der Menopause?

Wechseljahrsbeschwerden können erfolgreich mit Kräutertherapie und Akupunktur behandelt werden.

 

 

Wie fühlt sich Akupunktur an?
Es können je nach PatientIn während oder nach der Behandlung unterschiedliche Empfindungen wahrgenommen werden. Die einen spüren Schwere oder Leichtigkeit, ein Wärmegefühl oder ein Kribbeln. Auch wenn man nichts Besonderes spürt, heisst dies keinesfalls, dass die Behandlung keine Wirkung zeigt.   

Ist Akupunktur schmerzhaft?
Akupunkturnadeln sind wesentlich dünner als Spritzen (nur 0.2 - 0.3 mm) und gleichzeitig flexibel. Das Schmerzempfinden ist bei allen Patienten unterschiedlich und wird von den meisten als leicht spürbar bis angenehm angegeben. Was allerdings beim Stimulieren einer Akupunkturnadel in den meisten Fällen entsteht, ist die so genannte Nadelsensation (De-Qi). Dabei empfindet der Patient ein dumpfes, tiefes Gefühl, welches manchmal auch beschrieben wird als Druck, der sich entlang der Leitbahn ausdehnen kann.

Werden Akupunkturnadeln wieder verwendet?
Nein. In westlichen Ländern werden ausschliesslich sterile Einweg-Nadeln verwendet, die nach der Behandlung entsorgt werden. Damit kann jedes Ansteckungsrisiko ausgeschlossen werden.

Kann Akupunktur auch bei Kindern angewendet werden?
Ja. Bei Kindern werden im Gegensatz zu Erwachsenen nur wenige Akupunkturpunkte pro Behandlung verwendet und die Nadeln werden nach dem Einstechen und Stimulieren sofort wieder entfernt. Bei Jugendlichen wird wie bei Erwachsenen behandelt. Bei Kleinkindern wird in der Regel die Kräuterheilkunde und Tuina-Heilmassage der Akupunktur vorgezogen.

Welche Nebenwirkungen sind bei der Kräutertherapie möglich?
Die TCM-Arzneimittel sind in der Regel ohne Nebenwirkungen. Manchmal wird beobachtet, dass der Stuhlgang etwas weicher wird, bzw. es zu einer leichten Gasentwicklung im Bauch kommt. Nach einigen Tagen reguliert sich die Verdauung in den meisten Fällen von selber. Zum Teil wird der Appetit besser – was aus Sicht der Chinesischen Medizin immer ein gutes Zeichen ist. Die Wirkungen sind ansonsten recht erfreulich – weil Körper und Geist besser funktionieren. In diesem Sinn verschwinden Müdigkeit, Kälte- oder Hitzegefühl,  Schlafstörungen, Unruhe, Verstopfung etc., ohne dass man es besonders therapiert.

Wie muss ich die Arzneimittel einnehmen?
In Europa werden in den meisten Fällen Kräuter in gefriergetrockneter pulverisierter Form als Granulat verschrieben. Das ist einfacher, günstiger aber etwas weniger stark als die ursprüngliche Einnahme als Dekokt (Rohdrogen in Wasser ausgekocht). Per Messlöffel wird das Pulver in der verschriebenen Dosis zwischen ein bis sechs Mal am Tag eingenommen. Die gängigste Verschreibung ist zwei Mal im Tag 2 bis 3 Gramm. Von uns sowie von der Apotheke, welche Ihnen diese Mittel per Post zustellt, gibt es einen detaillierten Gebrauchshinweis. Rohdrogen werden in Wasser über dreissig Minuten ausgekocht und die Flüssigkeit über den Tag verteilt getrunken. Beide Formen werden in den selten Fällen als wohlschmeckend empfunden. Man muss sich erst etwas daran gewöhnen!  

Muss ich speziell auf Essen und Trinken achten, wenn ich eine Kräutertherapie mache?
Das sollte man natürlich immer! Es gibt nur eine Auflage bezüglich besserer Aufnahme der Arzneimittel im Darm. Das heisst, man sollte einen möglichst leeren Magen haben zur Einnahme. Zirka eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Hauptmahlzeit ist ideal. Trinken können Sie soviel Sie wollen. Es kann sein dass die Therapeutin / der Therapeut Ihnen spezielle Hinweise zur Ernährung geben wird – diese sind individuell und krankheitsbezogen.

Kann ich weiterhin homöopathische Arzneimittel einnehmen?
Aus Sicht der TCM gibt es keine Bedenken. Fragen Sie sicherheitshalber bei der verschreibenden Person nach. Prinzipiell ist es jedoch sinnvoller, sich für eine Therapie zu entscheiden und eine Zeit lang bei dieser zu bleiben. Zu viele verschiedene Impulse zur gleichen Zeit wirken nicht unbedingt besser. 

Kann es sein, dass europäische Menschen TCM Therapien schlechter vertragen als Chinesen?

Die Chinesische Medizin, die in der Schweiz angewandt wird, wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen. Uns ist nichts darüber bekannt, dass europäische Menschen diese Therapien schlechter vertragen. Die Chinesische Medizin ist ein Medizinsystem, dass seit Tausenden von Jahren in China weitervermittelt und weiterentwickelt wurde. Die Methoden der TCM (Akupunktur, Kräuter, Diätetik, Schröpfen etc.) sind jedoch Arbeitsmethoden, die es auch hier gegeben hat. Diese Methoden sind also auf alle Menschen gleich zu übertragen.

 

 

Sind die Behandlungen von der Krankenkasse anerkannt?

Unsere Therapeuten sind Mitglieder der Verbände ErfahrungsMedizinischesRegister (EMR) und Schweizerische Berufsorganisation der Chinesischen Medizin (SBO-TCM). Bei Abschluss einer Krankenversicherung mit Komplementärmedizin werden die Kosten von den Krankenkassen anteilsmässig übernommen. Trotzdem sind dies keine Pfichtleistungen der Krankenkassen und wir empfehlen Ihnen sich bei Ihrer Krankenkasse über die Leistungen zu erkundigen. TCMCARE rechnet direkt mit den Kunden ab. Gerne sind wir bereit Ihnen bei diesen Abklärungen zu helfen. 

Welche Krankenkassen übernehmen die Kosten der Behandlungen?

Die meisten Krankenkassen verfügen über eine Zusatzversicherung zur Komplementär- und Alternativmedizin. Eine Liste von Krankenkassen mit Zusatversicherung finden Sie hier: [Liste der Krankenkassen]

Was kostet eine TCM Behandlung?

Die Kosten einer TCM-Behandlung richten sich nach der Dauer der Sitzung und der angewandten Behandlungsmethode. In den meisten Fällen dauert eine Sitzung (Kombi- oder Einzelbehandlung) zwischen 45 und 90 Minuten. Eine Übersicht der Kosten erhlaten Sie hier: [Kostenübersicht]