Raucherentwöhnung mit Akupunktur

Die Traditionelle Chinesische Medizin und insbesondere die Akupunktur kann bei der Behandlung von verschiedensten Suchterkrankungen helfen. Gute Erfolge lassen sich auch bei der Raucherentwöhnung erreichen. Wie bei allen Suchterkrankungen ist aber auch hier die Motivation des Patienten für den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung.

Die Akupunktur wirkt auf das zentrale und periphere Nervensystem, die Körpersäfte und die Hormone. Sie beseitigt in der klinischen Praxis das Verlangen nach Zigaretten, und lindert die häufigen Entzugssymptome wie innere Unruhe, Nervosität, Esslust, Aggressivität, aber auch Schwitzen, Übelkeit, Herzklopfen und weitere vegetative Beschwerden. So fällt es den Betroffenen leichter mit dem Rauchen aufzuhören, weil sie kein körperliches Bedürfnis nach einer Zigarette spüren.

Wie läuft die Behandlung ab?

Bei der Raucherentwöhnung soll vor allem mit Akupunktur ein beruhigender Effekt auf die Psyche, aber auch auf den Körper hervorgerufen werden. Es kommen dabei Nadeln am Ohr als auch am Körper zum Einsatz.

In der ersten Phase nach dem Aufhören des Rauchens lassen sich besonders starke körperliche Entzugserscheinungen feststellen. Allerdings soll die Akupunktur nicht nur die körperlichen Symptome lindern, sondern auch einen positiven Effekt auf die Willensstärke hervorrufen. Durch einen Anstieg des Endorphinspiegels wird die Willensstärke positiv beeinflusst.

Als besondere Variante der Akupunktur werden oft auch verbleibende Dauernadeln in das Ohr an ganz bestimmte Punkte eingesetzt. Für eine Raucherentwöhnung sind je nach Abhängigkeit eine bis vier Sitzungen nötig.

Falls sie sich entschlossen haben mit dem Rauchen aufzuhören würden wir Sie gerne begleiten. Für eine unverbindliche Beratung können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Abnehmen und Bekämpfung von Übergewicht wird mit Akupunktur aus der Traditionellen chinesischem Medizin erfolgreich unterstützt

Gesund Abnehmen durch TCM

Übergewicht ist ein komplexes Krankheitsbild. Weltweit wird Übergewicht zunehmend zum Problem. Betroffen sind alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Übergewicht ist auch ein Risikofaktor für das Auftreten von vielen anderen Krankheiten wie z.B. Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2, Herzinfarkte, Schlaganfall, Brustkrebs, Gelenkabnutzung usw.

Die Schulmedizin und die Chinesische Medizin haben unterschiedliche Erklärung für Übergewicht und somit auch verschiedenste Behandlungsansätze.

Übergewicht aus der Sicht der TCM

In der TCM wird Übergewicht als eine Störung der Erdenergie (Milz und Magen) betrachtet. Übergewicht ist eine Ansammlung von Feuchtigkeit und Schleim. Diese Ansammlung von Feuchtigkeit und Schleim wird durch eine Minderfunktion der Milz und Magen verursacht. Durch einen Milz Energie (Qi) Mangel steht die Umwandlung und Beförderung in der Milz still und Feuchtigkeit kann sich entwickeln. Damit führt es zu einer unzureichenden Metabolisierung der Flüssigkeiten. Mittels der Magen Hitze, welche oft durch fehlerhafte Ernährung entstanden ist, werden die Körperflüssigkeiten zu Schleim transformiert. Auch die emotionale Belastung und der Stress spielen hier eine sehr wichtige Rolle.

Aus der Sicht der TCM können folgende Pathologiemuster mitbeteiligt sein:

  • Milz-Qi-Mangel mit Feuchtigkeit.

Symptome: Müdigkeit, verminderter Appetit, Blähungen, Spontanschweiss, Schweregefühl, Ödem.

  • Magen Hitze verursacht Schleim.

Symptome: Heisshunger, permanentes Hungergefühl, starkes Durstgefühl, Unruhe, brennende Magenschmerzen.

  • Milz- und Nieren-Yang-Mangel.

Symptome: Müdigkeit, Blähungen, weicher Stuhl evtl. Durchfall, Schwäche, Ödeme, häufiges Wasserlösen, Impotenz, Kältegefühl.

  • Leber-Qi Stagnation mit Milz-Qi-Mangel.

Symptome: Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, weicher und fester Stuhl, Völle- und Spannungsgefühl nach dem Essen, Menstruationsstörungen, Heisshungerattacken.

Behandlung mit TCM

Je nach Pathologiemuster wird Übergewicht mit TCM wie folgt behandelt:

  • 健脾利湿            Milz-Qi stärken, Feuchtigkeit transformieren

  • 清胃热化痰湿      Magen-Hitze klären, Schleim umwandeln

  • 健脾温肾补阳      Milz- und Nieren-Yang ernähren und erwärmen, Kälte beseitigen

  • 疏肝健脾            Leber-Qi-Stagnation lösen und Milz-Qi stärken

Behandlungsansätze von Übergewicht aus der Sicht der TCM

  • Akupunktur/Ohrakupunktur

  • Ernährungsumstellung nach fünf Elementen

  • Tuina Massage

  • Chinesische Kräutertherapie

  • Bewegungstherapie/Qi Gong

Behandlung von Müdigkeit mit Akupunkur und Tuina Massage aus der Chinesischen Medizin

Was ist Müdigkeit?

Müde, matt, abgeschlagen, wer kennt das nicht. Unser Alltag ist geprägt und erfüllt von Stress. Kein Wunder, dass wir mit Müdigkeit reagieren. Sie ist ein Regulationsmechanismus wie Hunger und Durst oder auch Schmerz. Müdigkeit kann und soll man nicht vermeiden.

Müdigkeit als Schutzmechanismus

Müdigkeit ist ein Schutz- und Abwehrmechanismus gegen Überforderung auf allen Ebenen, der mithilft, das körperliche, seelische und geistige Gleich-gewicht zu bewahren. Die normale Müdigkeit ist daher keine Krankheit.

Müdigkeit als Symptom und Warnsignal

Gleichzeitig kann sie aber ein Begleitsymptom von zahlreichen körperlichen oder seelischen Erkrankungen sein. Also sollte man sich Gedanken machen, ob die Müdigkeit noch normal ist oder bereits ein Warn- und Alarmsymptom für eine Erkrankung. Es ist ein Unterschied, ob man sich von einer "gesunden Müdigkeit" wieder erholen kann oder ob man durch eine "krankhafte Müdigkeit" ausgehöhlt und regenerationsunfähig ist.

Die folgenden Krankheiten sind oft Auslöser krankhafter Müdigkeit

  • Depressionen

  • Vitamin- und Mineralstoffmangel

  • Herz-Kreislauferkrankungen

  • Lebererkrankungen

  • Schilddrüsenunterfunktionen und Diabetes

  • Blutmangel (Anämie)

  • Infektionen

Müdigkeit als Folge eines ungesunden Lebenstils

Stress, zu viel Arbeit ständige Hetze oder übermässiger Konsum von Alkohol und Zigaretten können chronische Müdigkeit hervorrufen. In diesem Falle sollte der Lebensstil dringend geändert werden.

Frühjahrsmüdigkeit

Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder ansteigen, klagen viele Menschen über  Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Die Ursachen sind weitgehend unbekannt. Als Auslöser könnte ein Mineralstoff- und Vitaminmangel in Frage kommen.

Das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS)

Die Krankheit äussert sich durch eine anhaltende, über längere Zeit (Wochen) andauernde  Erschöpfung, die die folgenden zusätzlichen Symptome mit sich bringen kann:

  • Halsschmerzen

  • Kopfschmerzen

  • Konzentrationsstörungen

  • kein erholsamer Schlaf

  • Muskelschmerzen

Die Krankheit ist die Folge eines gestörten Informationsaustausches im Körper, ein Durcheinander im Immunsystem. Dort wird die Kommunikation zwischen den verschiedenen Zellen gestört oder sogar ausgeschaltet. Dadurch sind die Abwehrkräfte massiv geschwächt.

Wie hilft die Traditionelle Chinesische Medizin?

Obwohl in der chinesischen Medizin kein Begriff für CFS existierte, findet sich die Behandlung von Müdigkeit bereits im “Gelbe Kaisers Klassiker für innere Medizin”, dem ersten medizinischen Klassiker in China, welcher zwischen 475 – 221 vor Chr. erschienen ist. Müdigkeit, mit “Schwergefühl in den Gliedern” oder “Unfähigkeit, die Gliedmassen zu heben” umschrieben, ist eine Folge von Störungen der Harmonie, Schwäche von Qi und Mangel an Blut in den inneren Organen, verursacht durch Überarbeitung, Erschöpfung, Ermüdung.

Patienten, die überängstlich sind, mit Schlaflosigkeit und einem Bedürfnis sich hinzulegen, sich kraftlos, schwindlig oder appetitlos fühlen, leiden typisch unter einem Mangel an Qi und Blut im Herzen und der Milz. Eine Behandlung zur Milzstärkung und Qi-Ergänzung wird verwendet.

Patienten, die deprimiert sind, sich schwindlig fühlen, mit einer Sehschwäche, Mattigkeit in Rücken und Beinen, vergesslich, schlaflos, mit Nachmittagsfieber und übermässigem Schwitzen, Kältescheu und Kältegefühl in den Gliedern oder unverhältnismässig oft auf die Toilette müssen, weisen auf Schädigung der Leber- und Nierenessenz auf. Nach der traditionellen Chinesischen Medizin speichert die Leber Blut und die Nieren vitale Essenz. Sie bilden gemeinsam den Ursprung der Lebenskraft. Die Essenzen der Leber und der Nieren fördern und stärken einander. Mangel der einen wird zum Mangel der anderen führen. Somit müssen sie gemeinsam reguliert werden, sodass Yin und Yang wieder ausgeglichen wird.

Obwohl chronische Müdigkeit meistens durch eine Schwäche bedingt ist, ist sie in einigen Fällen auch auf einen Fülle-Zustand zurückzuführen. Eine Leber-Qi-Stagnation macht müde, weil die normale Qi-Zirkulation blockert ist. Sie ist meistens durch Depression oder Angstzustände und bei Frauen zusätzlich durch eine unregelmässige Menstruation gekennzeichnet. Eine Behandlung zur Beseitigung der Leber-Depression wird angewendet.

In der Praxis gibt es auch etliche Patienten, die eine Ansammlung von Schleim oder Feuchtigkeit aufweisen. Nach der traditionellen Chinesischen Medizin wird Schleim aus zurückgehaltener Feuchtigkeit, bedingt durch eine Dysfunktion der Milz, gebildet, typischerweise auch begleitet von weisslichem oder gelblichem Auswurf, Schweregefühl im ganzen Körper und allgemeine Schwäche. Schleim und Feuchtigkeit sind “schwer“ und verursachen eine Qi-Stagnation, so dass sich der Mensch schwer und müde fühlt. Eine Therapie zur Vertreibung des Auswurfs und Auflösung der Ansammlungen wird verwendet, was die Qi-Zirkulation fördert.

Bei chronischer Müdigkeit kommen nach einer genauen Diagnose Akupunktur, Tuina Massage und Kräutertherapie zur Anwendung. Die meisten Patienten erreichen nach wenigen Behandlungen eine langfristige Besserung.

Akupunktur hiflt bei Stress und Burnout

Was ist ein Burnout Syndrom ?

Nicht wenige Menschen haben oft das Gefühl am Limit oder schon darüber hinaus mit ihrer Energie zu sein. Die Menschen fühlen sich getrieben und völlig überlastet, haben ständige Unruhe und können dem Druck von äußeren Stressfaktoren nicht mehr standhalten. Burnout ähnelt häufig auch Depression und dem chronischen Erschöpfungssyndrom, nur sieht man hierbei zu Beginn mehr noch das Getriebensein und die Unruhe. Burnout ist eine Folge vom Stress im Berufsleben. Darüber hinaus haben die Menschen sich auch in einen Lebensryhthmus begeben, wo sie ständig bereit sind, Emails zu checken, das Handy zu nutzen und nie zur Ruhe zu kommen. Menschen mit dem Burnout-Syndrom haben unspezifische körperliche Symptome wie körperliche Erschöpfung, Magen-Darm-Störungen, Muskelverspannung, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Atembeschwerden wie Luftnot, Herzrasen bis hin zu Bluthochdruck. Für die Menschen steht oftmals die seelische Erschöpfung im Vordergrund. Sie fühlen sich ausgebrannt, depressiv, müde, ängstlich und haben ein vermindertes Selbstwertgefühl. Es kann soweit kommen, dass sie sich immer mehr von der Gesellschaft abgrenzen und isolieren.

Das Burout-Syndrom fängt wie eine Erschöpfung an und geht dann über in eine Überaktivität, die selbst in unserer Freizeit nicht reduziert wird. Das Leben ist ständig unter Strom. Neben der chronischen Müdigkeit haben Menschen auch Unruhe, das Gefühl getrieben zu sein und eine schlechte Schlafqualität. Kommen wir aus dieser Phase nicht mehr heraus, kommt eine Phase wo die Lebensfreude verloren geht, das Leben uns bedroht und körperliche und seelische Anspannungen empfunden werden. Die Menschen ziehen sich immer mehr aus dem Leben zurück. Geraten Menschen in diese Phase des Burnout ist die Leistungsfähigkeit sehr herabgesetzt und sie ziehen sich noch mehr aus dem Leben zurück. Alles ist für Burnout Betroffene dunkel und negativ belegt. Sie empfinden kein Licht mehr in ihrem Leben. Im Burnout können die Menschen auch nichts mehr kompensieren und verbergen, sie stecken in diesem Zustand. Es ist wichtig, den Begriff Burnout nicht sofort bei jeglichem am Limit-Sein-Gefühl zu verwenden. Aber genauso ist es wachsam zu sein, dass Menschen mit Erschöpfung nicht in das Burnout abgleiten.

Beschreibung des Burnout in der TCM

Schaut man die oben genannten Symptome an, fühlt den Puls von Menschen mit Burnout, so fällt in den meisten Fällen ein starker Yang Mangel auf. Das Yang, die Lebenskraft ist geschwächt.
Benutzen wir mal das Bild von Daunenfedern. Jede Feder ist ein Teil Yang. Haben wir viele Daunenfedern haben wir auch viel Yang. Yang ist per Definition außen, Yin Innen. Ist das Yang in seiner richtigen Lebensfülle sinkt es wieder nach Innen. Haben wir viele Daunenfedern zusammengepresst dann wird die Ansammlung der Feder schwerer und sinkt nach unten. Haben wir hingegen nur sehr wenig Yang, wenig Daunenfedern, dann braucht es nur einen kleinen Windhauch und die Federn schweben nach oben und außen. Dies passiert auch, wenn unser Yang schon schwach ist und die Anforderungen des Alltags zu hoch werden, wir werden ausgebrannt. Unser Yang fliegt nach oben und außen, wir werden aus dem Schlaf gerissen, weil unser Geist (Yang) nach außen schwebt und nicht nach Innen sinken kann und ruht.
Wir sind erschöpft, überlastet, empfinden alles zuviel, weil unsere Lebenskraft nicht mehr stark genug ist, um sich mit dem Leben auseinandersetzen zu können. Wir haben all unsere Kraft im Stress, der Hektik des modernen Lebens aufgebraucht.
Dem Stress des Berufslebens, dem Druck von Vorgesetzten und Mitarbeitern, kann der Mensch nicht mehr begegnen. Dies liegt daran, dass unser Herz nicht mehr genug Yang hat. Wir empfinden dann Angst, Unruhe, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen,  Schreckhaftigkeit,  Schlafstörung,  Nachtschweiß.

Wie hilft TCM ?

Der große Vorteil der chinesischen Medizin ist die ganzheitliche Herangehensweise. Eine Trennung von Körper, Geist und Seele wird in dieser Heilkunde nicht vorgenommen. Die möglicherweise zugrundeliegenden seelischen Probleme, die zu einem ständigen Getriebensein, Hetze und Unzufriedenheit mit der momentanen Lebenssituation führen, werden vielleicht angesprochen. Anders als bei einer –häufig auch begleitend sinnvollen- Gesprächstherapie erfolgt die Behandlung jedoch über den Körper. Ist dieser doch der einzig greifbare Spiegel der fühlbaren Probleme, über den diese auch tatsächlich behoben werden können.

Gerade die körperorientierten, spür- und somit wahrnehmbaren Methoden der TCM haben sich in der Behandlung aller Phasen des Burnouts ausgesprochen bewährt.

Phase 1 – Überaktivität bis hin zu emotionaler Erschöpfung

Hier sind Ruhepausen und ein ausreichender Schlaf sehr wichtig. Die Akupunkturbehandlung steht an erster Stelle, einmal wöchentlich zur Senkung des überschüssigen Yang und für die „liebe Seele“. Begleitend u.U. winzige Dauernadeln in die Ohrmuschel.

An zweiter Stelle die Tuina-Behandlung. Hier werden die verspannten Muskeln und Sehnen wieder gelöst. Der Fluß der Lebensenergie Qi wird so harmonisiert. Nicht wenige Patienten schlafen schon während der Behandlung ein! Auch können die muskulären Blockaden mit der Schröpftherapie aufgelöst werden (Schröpfmassage).

Phase 2 – Angst, Rückzugstendenzen, seelische Anspannung und manifeste depressive Stimmungen

Die psychischen Aspekte nehmen zu. Hier wird die Akupunktur dann mit der Kräutertherapie kombiniert. Die Akupunktur wirkt in diesem Fall entspannend und hilft dabei, das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Die Kräuter stabilisieren das Herz und die Nieren – diese „Organe“ werden aus Sicht der TCM in dieser Phase des Burnout beeinträchtigt.

Phase 3 - verminderte Leistungsfähigkeit und zunehmender Rückzug, Depression

Neben der nach wie vor notwendigen seelischen Stabilisierung (Akupunktur) ist es in dieser Phase wichtig die Energiereserven wieder aufzufüllen. Dies geschieht durch Strategien zur angepassten Ernährung – das tägliche Essen ist die wichtigste Energiequelle!- und durch Kräuterrezepturen. Diese werden dann regelmäßig angepasst und sollten schon über mehrere Monate lang eingenommen werden.

Bei Schlafstörungen hiflt Akupunktur, Tuina Massage und Schröpfen

Wer kennt das nicht: man liegt wach im Bett und möchte einschlafen, doch die Gedanken kreisen und man findet keinen Schlaf. Die Folgen am nächsten Tag sind klar zu fühlen. Gelegentliche Schlafstörungen sind normal, doch wenn diese über längere Zeit anhalten, ist dies ein ernstzunehmendes Problem. Ungefähr jeder vierte Schweizer bräuchte eine Behandlung wegen einer Schlafstörung, ein Viertel aller Verkehrsunfälle ereignen sich aufgrund von Schläfrigkeit und etwa 3% aller Einwohner nehmen regelmässig Schlafmittel ein. Die Häufigkeit von Schlafstörungen steigt mit dem Alter an. Etwa die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre leidet an einer Schlafstörung.

Formen von Schlafstörungen

Man kennt über achtzig verschiedene Formen von Schlafstörungen, dies sich in folgende Gruppen einteilen lassen:

  • Ein- und Durchschlafstörungen

  • Krankhaft gesteigertes Schlafbedürfnis

  • Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

  • Schlafapnoe

  • Schlafapnoe

  • Narkolepsie/Kataplexie

Ursachen

Zu den wichtigsten Ursachen von Ein- und Durchschlafstörungen zählen sicherlich psychische bzw. soziale Probleme. Ängste und Sorgen, das "Gedankenkreisen", sind fast jedem Menschen als Schlafverhinderer bekannt.
Häufig sind auch körperliche Erkrankungen für veränderte Schlafgewohnheiten verantwortlich. Schlafstörungen sind eine der häufigsten Begleitsymptome bei Krankheiten fast aller Art.

Leicht nachvollziehbar ist auch die Störung des Schlafes durch psychiatrische Erkrankungen wie etwa Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen. Überhaupt spielen Genussmittel wie Alkohol oder Rauchen eine große Rolle in der Entstehung mangelhaften Schlafes, ebenso Medikamente und Drogenmissbrauch. Der Schlaf kann jedoch auch ohne ersichtlichen Grund schwer gestört sein. Sogenannte Parasomnien, d.h. Aktivitäten wie Schnarchen, Zähneknirschen, ständige Bewegungen (z.B. beim Restless-legs-Syndrom), Alpträume, Schlafwandeln etc. verhindern ebenfalls einen erholsamen Schlaf.
Eine Sonderstellung nimmt das Schlafapnoesyndrom ein, welches zu starker Tagesmüdigkeit führt, da während des Schlafes häufiger kurze Atemstillstände auftreten.

Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus können durch jegliche Form von konstanter Veränderung der Schlafenszeit hervorgerufen werden. Unter solchen sind Schlafprobleme wegen Schichtarbeit, langen Flugreisen (Jet-Lag), gewohnheitsmäßige Verlagerung der Schlafphasen nach hinten (Nachtmensch) oder vorne (Frühaufsteher) zu verstehen.
Sehr selten sind Schlafkrankheiten wie die Narkolepsie und Kataplexie, Schlafanfälle und Dämmerzustände tagsüber bzw. Sturzanfälle bei emotionalen Ereignissen.

Symptome

Schlafstörungen können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Ein Teil der Erkrankten (v.a. Schlafapnoepatienten) bekommt von der eigentlichen Schlafbeeinträchtigung nichts mit, beklagt aber ihre Folgen wie Tagesmüdigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrations- und Leistungsschwäche oder Kopfschmerzen.
Vielen wird aber besonders nachts ihre Störung quälend bewusst, weil sie nicht einschlafen, öfter aufwachen oder den Schlaf zu früh beenden.

Von Einschlafstörungen spricht man, wenn jemand beim Versuch einzuschlafen, regelmäßig über eine halbe Stunde wach liegt, von Durchschlafstörungen, wenn er regelmäßig vor Ablauf von sechs Stunden von selbst aufwacht.
Das wichtigste Symptom von Schlafstörungen und letztendlich bestimmend für ihre Diagnose sind allerdings die Folgen, wie oben beschrieben. Schlafbedürfnis und -gewohnheit sind starken individuellen Schwankungen unterworfen und es kann durchaus sein, dass sich jemand mit fünf Stunden Schlaf pro Tag hervorragend fühlt.

Diagnostik mittels der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin unterscheidet zwischen folgenden Gründen, welche Schlafstörungen verursachen:

  • 心脾血亏

Mangel an Qi und Blut im Herzen und der Milz, ein pathologischer Zustand mit Palpitation, Amnesie, Insomnie, exzessiven Träumen, Anorexie, flüssigem Stuhl, Völlegefühl im Bauch, Mattigkeit, Schwäche, bleicher Gesichtsfarbe, Abmagerung, blasser Zunge mit weisslichem Belag und schmalem und schwachem Puls als Symptomen. Eine Behandlung soll in diesem Fall das Herz tonisieren, die Milz stärken und die Blutbildung fördern.

  • 阴虚火旺

Durch Yin-Essenz Mangel verursachte Hyperaktivität von Feuer, gekennzeichnet durch mässiges oder am Nachmittag auftretendes Fieber, gerötete Wangen, warme Handflächen und Fusssohlen, Nachtschweiss, trockenen Mund, Unruhe, Reizbarkeit und Hypersexualität. Eine Therapie zur Behandlung des Yin-Mangels von Nieren ist dafür besonders wirksam.

  • 心虚胆怯

Aus Furcht infolge von Mangel an Qi und Blut des Herzens mit häufigen Begleitsymptomen wie innere Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Unkonzentriertheit, Müdigkeit. Man wacht leicht auf und kann nicht weiter schlafen. Eine Therapie durch Qi-Ergänzung führt zur Beseitigung dieser Furcht und inneren Unruhe. Somit kann der Geist beruhigt und das emotionale Leiden gelindert werden.

  • 脾胃不和

Wegen fehlender Koordination von Milz und Magen, gekennzeichnet durch Appetitlosigkeit, lockerem Stuhl und anderen Verdauungsproblemen. Eine Therapie zur Regulierung des Magens wird hier verwendet.

Wie hilft die Traditionelle Chinesische Medizin:

Der TCM Arzt wird in einer Sitzung mittels der in der Traditionellen Chinesischen Medizin angewandten Diagnostikverfahren und wegen der enormen Breite des Themengebietes  mit einer ausführlichen Diskussion der Krankengeschichte eine Diagnose erstellen. Je nach Art der Schlafstörung kommen die Akupunktur, Tuina Massage, Moxibustion und vor allem die Kräutertherapie zur Anwendung.